Was ist CBD?

Cannabis ist in den letzten Jahren in das Rampenlicht der Medien gerückt. In immer mehr Ländern sprechen sich Menschen für eine Legalisierung der Pflanze aus und auch die Forschung entdeckt täglich neue Anwendungsmöglichkeiten. Viele Ärzte sehen in Cannabis ein zukünftiges Medikament, welches vielen Menschen mit Schmerzen und psychischen Beschwerden helfen könnte. Doch was steckt hinter dem Trend, und was hat CBD damit zu tun?

Die Verwendung von Cannabis reicht mehrere Tausend Jahre zurück. Sowohl im alten China, als auch im kolonialen Amerika haben die Menschen von dem Potenzial der Hanfpflanze gewusst. Erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts ist Cannabis als schädliche Droge bekannt. Noch heute ist der Besitz und Konsum von berauschendem Cannabis in vielen Ländern der Welt verboten. Doch jetzt haben Forscher einen ungefährlichen und effektiven Wirkstoff entdeckt, welcher eine vielversprechende Wirkung aufweist. Die Rede ist von Cannabidiol (CBD).

Cannabidiol ist einer von über 400 Wirkstoffen der Cannabispflanze. Der wohl bekannteste Bestandteil ist Tetrahydrocannabinol. THC wirkt berauschend, regt das Hungergefühl an und ist in vielen Ländern verboten. Im Gegensatz dazu hat CBD keine psychoaktive Wirkung, hemmt das Hungergefühl und kann legal in vielen Läden erworben werden. Besonders interessant sind die Auswirkungen von CBD auf den menschlichen Körper. Durch komplexe Prozesse hat Cannabidiol Einfluss auf Hormone wie Serotonin und Dopamin, welche Glücksgefühle hervorrufen und Schmerzen lindern können.

Wie wird CBD hergestellt?

Cannabidiol kann in der Cannabispflanze vorgefunden werden. Bestimmte Sorten der Pflanze besitzen eine besonders hohe Konzentration von CBD und werden daher für industrielle Zwecke angebaut. Da die gesetzlichen Regulierungen in vielen Ländern einen THC Anteil von 0,2 % vorschreiben, ist in den meisten CBD Produkten nur ein minimaler Anteil von THC enthalten. Sobald die Pflanzen reif zur Ernte sind, werden die wirkstoffreichen Blüten der Cannabispflanze verwendet, um CBD Öl oder CBD Isolat herzustellen. Die Gewinnung von CBD Öl kann auf viele unterschiedliche Arten geschehen. Die CO² Extraktion ist hierbei mit Abstand die schonendste Art, CBD aus den Pflanzen zu extrahieren.

CBD ist ein wichtiger Bestandteil der Cannabispflanze

CBD ist ein wichtiger Bestandteil der Cannabispflanze

Bei dieser Art der Extraktion wird CO² durch die Pflanzenbestandteile gepresst, wodurch sich die Cannabinoide und essenzielle Terpene aus der Pflanze lösen. Das gelöste Öl wird auch als Vollspektrum Extrakt bezeichnet, da alle wichtigen Wirkstoffe unverändert im Endprodukt zu finden sind. Vollspektrum Extrakt hat in vielen Studien gezeigt, dass es eine weitaus bessere Wirkung als CBD Isolat besitzt.

Doch da die CO² Extraktion teuer und aufwendig ist, verwenden viele Hersteller minderwertige Methoden um das CBD aus den Pflanzen zu lösen. Dabei kann es vorkommen, dass Alkohol oder sogar Schwermetalle im Endprodukt zurückbleiben und zu ernsthaften Schäden im menschlichen Körper führen können. Aus diesem Grund sollte bei dem Kauf eines CBD Öls immer darauf geachtet werden, dass der Anbieter ein hochwertiges Extrakt anbietet und somit eine sichere Anwendung und effektive Wirkung garantieren kann.

Wie wirkt CBD?

Cannabidiol ist eines von zahlreichen Cannabinoiden. Diese Stoffe teilen einen ähnlichen chemischen Aufbau und haben allesamt die Eigenschaft auf das Endocannabinoid-System einzuwirken. Dieses System ist eng mit dem zentralen Nervensystem verbunden und ist in allen Säugetieren auf der Welt gefunden vorhanden. Wissenschaftler haben bereits einige Funktionen dieses Systems erforschen können. Jedoch vermuten Mediziner, dass das Endocannabinoid-System für weitaus mehr Prozesse im menschlichen Körper verantwortlich ist, als bisher gedacht.

Serotonin und Dopamin sorgen für Glücksgefühle und Entspannung.

Serotonin und Dopamin sorgen für Glücksgefühle und Entspannung.

Wenn CBD eingenommen wird, bindet es an verschiedene Rezeptoren des Endocannabinoid Systems, den CB-1 und den CB-2 Rezeptor. Durch komplexe, chemische Prozesse erfolgt dann eine Regulierung verschiedener Hormonsysteme. Eine der bekanntesten Auswirkungen von Cannabinoiden ist die Regulierung von Serotonin und Dopamin. Eine Erhöhung der Konzentration von diesen Hormonen hat oft eine Verbesserung der Laune und tief greifende Entspannung der Muskeln zur Folge. Jeden Tag erscheinen neue Studien über die möglichen Auswirkungen von Cannabinoiden wie CBD und Wissenschaftler erforschen die Wirkung von CBD bei vielen Krankheiten.

In neuen Studien wird die Wirksamkeit von Cannabidiol gegen chronische Entzündungen und sogar gegen Krebs getestet. Bislang sehen die Ergebnisse der Studien über die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von CBD sehr vielversprechend aus. Jedoch müssen erst groß angelegte klinische Studien durchgeführt werden, bevor CBD als allgemein anerkanntes Medikament verschrieben werden kann.

Ist CBD gefährlich?

Im Gegensatz zu Drogen wie Alkohol oder Nikotin hat CBD keinerlei abhängig machende Wirkung. Weiterhin sind sowohl Forschern, als auch Anwendern neben den schwachen Nebenwirkungen keine schädlichen Effekte von Cannabidiol bekannt. Selbst eine extrem hohe Dosierung von CBD führt maximal zu Schläfrigkeit und Appetithemmungen. Eine “Überdosis” mit permanenten Schäden ist somit nicht möglich. Generell vertragen die meisten Menschen Cannabidiol ausgesprochen gut und Nebenwirkungen sind temporär und in den meisten Fällen absolut harmlos.

In einem Bericht aus dem Jahr 2017 nahm die World Health Organisation Stellung zu Cannabidiol. In diesem Report beschrieb die WHO den Wirkstoff Cannabidiol als ungefährlich und stellte “keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit” fest. Im Weiteren wurden CBD folgende Attribute zugeschrieben:

  • Macht nicht süchtig
  • Besitzt kein Potenzial zum Missbrauch
  • Hat Wirkung in der Behandlung von Epilepsie gezeigt
  • Ist gut verträglich und sicher anzuwenden

Nebenwirkungen von CBD sind jedoch bei einer Anwendung nicht auszuschließen. Somit kann es zu einer starken Müdigkeit und Antriebslosigkeit kommen, falls große Mengen von CBD eingenommen werden. Des Weiteren hat CBD appetithemmende Eigenschaften und kann die Wirksamkeit verschiedener Arzneimittel beeinflussen. Ärzte raten schwangeren Frauen von der Einnahme von Cannabidiol ab, da das ungeborene Kind potenziell betroffen sein könnte.

Wie wird CBD eingenommen?

Da Cannabidiol in vielen verschiedenen Produkten vorkommt, unterscheidet sich die Anwendungsweise und Dosierung von Fall zu Fall. In Form eines E-Liquids kann Cannabidiol schon nach wenigen Zügen einer E Zigarette seine Wirkung entfalten. CBD Kapseln und Öle brauchen meist länger um zu wirken, da Cannabinoide nur langsam über die Magenschleimhaut aufgenommen werden. Cannabidiol kann auch als Duftöl eingesetzt werden. Die enthaltenen Aromastoffe sorgen für einen angenehmen Geruch und eine entspannte Atmosphäre.

Auch Hunde können von CBD profitieren

Auch Hunde können von CBD profitieren

 Eine der effektivsten und beliebtesten Arten Cannabidiol einzunehmen, ist die sublinguale Aufnahme von CBD Öl. Dabei werden einige Tropfen des Cannabidiol haltigen Öls unter die Zunge getropft und dort innerhalb weniger Sekunden über die Mundschleimhäute aufgenommen.

Diese Art der Aufnahme ist auch für Unerfahrene sicher und effektiv. Generell ist es empfehlenswert mit einem Öl anzufangen, welches eine geringe Dosierung von CBD aufweist. Cannabidiol Öl mit 5 % ist ideal für Einsteiger und kann schon in niedrigen Dosierungen effektiv sein. Wenn das Öl nach den ersten Anwendung gut verträglich ist, kann die Dosierung gesteigert werden, bis die optimale Wirksamkeit erreicht ist.

Fazit

Cannabidiol ist ein höchst interessanter Stoff mit großem Potenzial. Wissenschaftler sehen in dem Stoff der Cannabispflanze neue Medikamente und schonende Behandlungsmethoden für eine Vielzahl von Krankheiten. Auch private Anwender sind von der Wirksamkeit des Stoffes begeistert, die Erfahrungsberichte sind erstaunlich positiv und ermutigen viele Menschen mit chronischen Schmerzen oder Angststörungen von CBD zu profitieren.

Da Cannabidiol ein sehr sicherer Stoff ist und sogar von der WHO als ungefährlich eingestuft wurde, kann CBD ohne Sorgen erworben und eingenommen werden. Es ist ratsam mit einer geringen Dosierung zu beginnen und sich dann zu höheren Konzentrationen zu steigern. Falls Krankheiten oder medizinische Beschwerden vorliegen, sollte vor der Einnahme von CBD ein Arzt kontaktiert werden. Wir können aus rechtlichen Gründen keine Aussagen zu den medizinischen Wirkungen von CBD treffen. Daher ist es wichtig, sich selbstständig über die Effekte von Cannabidiol zu informieren und für sich selber zu entscheiden, ob und wie CBD helfen kann.